Motorboot kaufen „Welches Motorboot passt zu mir“

welches motorboot passt zu mir

Die wichtigsten Regeln die zu beachten sind.

Welches Motorboot passt zu mir? Diese Frage stellen Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit wenn es darum geht, dass richtige Boot zu finden.


Die Vorgeschichte eines Bootes lässt sich insbesondere beim Gebrauchtkauf nicht immer lückenlos nachvollziehen. Umso wichtiger ist es, dass vor dem Vertragsabschluss eine minutiöse Untersuchung stattfindet, um Materialfehler oder Schäden rechtzeitig zu erkennen. Dabei gilt es, sowohl alle technischen Aspekte zu betrachten sowie sämtliche Materialien genauestens unter die Lupe zu nehmen. Nur wer sich hierbei ausreichend Zeit nimmt und nach Möglichkeit eine Probefahrt durchführt, kann sich vor bösen Überraschungen schützen.
Wobei ich selbst NIE ein Boot kaufen würde ohne vorher eine Probefahrt gemacht zu haben.

Das richtige Boot kaufen

Welches Motorboot passt zu mir?

Beim Kauf eines gebrauchten Bootes gibt es verschiedene Aspekte, die Sie im Vorfeld klären sollten. Neben dem zur Verfügung stehenden Budget sollten Sie dabei in erster Linie eine Checkliste durchgehen, um die Auswahl zu begrenzen. Entscheidende Faktoren sind die Anzahl der Personen, die in der Regel mitfahren sollten, wo das spätere Fahrgebiet
liegt und ob es Möglichkeiten zur Übernachtung geben soll. Möchten Sie es zur Benutzung von Wasserski verwenden? Über diese Themen, sollten Sie sich unbedingt VORHER Gedanken machen, um eventuelle Folgekosten z.B für umbauten überschaubar zu halten.


Darüber hinaus ist die Größe ein essenzieller Faktor, wenn es darum geht, ob Sie das Boot mithilfe eines Trailers schnell und unkompliziert von einem Ort zum anderen bewegen können. Wenn ja, bedenken Sie auch an ein geeignetes Fahrzeug was die Last ziehen darf. (Kosten mit einplanen) Hat der Trailer noch TÜV? Oder nur eine Hafenzulassung?
(Denn mit dieser dürfen Sie nicht auf Öffentliche Straßen.)


Boot mit Innenborder oder Außenborder kaufen? Wenn es zur Wahl steht, würde ich immer einen Außenborder bevorzugen. Warum? Bei Inspektionen oder Reparaturen am Motor, muss nicht zwingend das ganze Boot zur Werft gebracht werden. Hier könnte man leicht, den Außenborder abmontieren. Noch ein Vorteil liegt darin, dass er schlichtweg weniger Sprit verbraucht.

Osmose, Fäule und Risse erkennen

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Wenn Sie ein Boot das erste Mal sehen, können sie ( meistens) schon von weiten erkennen, wie und in welchem Umfang die Pflege statt fand. Trotzdem gilt, immer genau hinschauen. Das folgende Thema „OSMOSE“ ist sehr wichtig beim Bootskauf. Nach dem Kauf von Motorbooten erfolgt nicht selten das böse Erwachen, wenn der GFK-Rumpf durch Osmose dauerhaft beschädigt wurde. Eine Osmose entsteht in der Regel dann, wenn der Rumpf nicht optimal geschützt oder beschädigt ist und in der Folge Feuchtigkeit durch das Gelcoat (Feinschicht/Schutzschicht) eindringt.

   So sieht ein mit Osmose befallener Gfk- Rumpf aus.

Als Folge daraus entsteht über die Zeit ein Hohlraum, der immer mehr Feuchtigkeit zieht, bis der Druck zu hoch wird und das Gelcoat aufreißt. Im weiteren Verlauf dieses Vorgangs wird das verbaute Laminat zersetzt, wodurch lediglich haltlose Glasfasern übrig bleiben. Ein erstes Indiz für eventuelle Schäden durch Osmose lässt sich durch den Verkäufer in Erfahrung bringen.

Fragen Sie ihn in jedem Fall danach, ob das Boot ganzjährig im Wasser lag oder über Winter an Land geholt wurde. Wenn letzteres nicht der Fall ist, sollte spätestens ALLE 2 JAHRE eine sogenannte „Antifoulingsschicht“ aufgetragen worden sein.

Wie Antifouling erneuert wird habe ich hier beschrieben.

Durch die Lagerung an Land außerhalb der Saison wird das Risiko auf Osmoseschäden deutlich gesenkt, da das Laminat auf diese Weise ausreichend Zeit hat, um auszutrocknen. Um ganz sicher zu gehen, sollte der Rumpf aber in jedem Fall nach Osmose-Blasen abgesucht werden. Sollten Sie sich unsicher sein, ob es sich um Osmose-Blasen oder anderweitige Schäden handelt, so kann ein Riechtest Abhilfe schaffen. Durch die enthaltene Säure strahlen Osmose-Blasen in der Regel einen
unangenehmen, meist beißenden Geruch aus, der mit dem Geruch von Essig verglichen werden kann.


Ist das Motorboot von Osmose betroffen, sollten Sie vom Kauf
Abstand nehmen. Wenn Sie schon dabei sind, den Rumpf gründlich abzusuchen, so sollten Sie sich nicht einzig und allein auf mögliche Osmose-Blasen fokussieren. Risse im Rumpf lassen sich nur schwer reparieren und können sich zu einer kostspieligen Angelegenheit entwickeln. In einigen Fällen können etwaige Risse durch neuen Lack sowie mehrere Schichten von
Antifoulinganstrichen nicht klar erkennbar sein, weshalb es
empfehlenswert ist, das Motorboot am Rumpf abzutasten.


Auch wenn sich GFK längst als Hauptbestandteil von Booten
durchgesetzt hat, finden sich noch immer viele Bauteile, die aus Holz gefertigt sind. Folglich sollten Sie sich entsprechende Stellen ebenfalls genau ansehen. Durch den regelmäßigen Kontakt mit Wasser besteht ein hohes Risiko, dass sich bereits Schimmel oder Holzfäule gebildet haben.
Bei einer bereits länger bestehende Fäule ist davon auszugehen, dass das Motorboot modrig riecht. Entsprechend empfiehlt es sich, sich ebenfalls auf den Geruch zu verlassen.

Denn während befallene Stellen
häufig nur neu lackiert werden, lässt sich der Geruch nicht so einfach beseitigen. Eine weitere anfällige Stelle an gebrauchten Booten ist der Motorspiegel. Aufgrund der mechanischen Kräfte, denen er ausgesetzt ist, können sich hier in Kombination mit eindringender Feuchtigkeit oder Fäule Risse bilden. Dementsprechend lohnt sich auch an dieser Stelle ein akribischer Blick. Um einen Gesamteindruck vom Motorspiegel zu erhalten, sollte der Außenbordmotor, sofern vorhanden, kurzzeitig abmontiert werden.Einen Blick in die Stauräume sollten Sie auch werfen. Unbedingt auf Risse und den o.g Geruch achten.

Anfällige Kunststoffe prüfen

Suche akribisch nach einem Motorboot fehler

Um nach dem Kauf des Bootes nicht auf weitere Unkosten zu stoßen, sollten Sie auch die Persenning(Abdeckplane) sowie sämtliche vorhandenen Polster unter die Lupe nehmen. In einigen Fällen ist die Persenning mit Fenstern aus Kunststoff versehen. Bei schlechtem Wetter kann dies durchaus von Vorteil sein, allerdings sind insbesondere die Verbundstellen zwischen dem Gewebe der Persenning und den Fenstern anfällig für Schimmel und Fäule, da hier nicht selten Feuchtigkeit
eindringt. Da diese Stellen nur schwer zu reinigen sind, erkennen Sie einen Befall durch grüne moosartige Ablagerungen im Bereich der Verbundstellen.


Neben der Persenning können auch mögliche Polster, beispielsweise der Sitzbänke, stark durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Von außen betrachtet, ist dies jedoch meist nicht ersichtlich. Um zu erkennen, ob die Polster Wasser aufgesaugt haben, sollten Sie mit viel Kraft auf die Polster drücken und dabei auf die Nähte achten. Entsteht dort kein oder nur ein geringer Zischlaut und tritt keine Feuchtigkeit aus, so können Sie davon ausgehen, dass die Polsterung intakt ist.

Ein akribischer Blick auf die Technik ist unausweichlich

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Viele Erstkäufer machen bei einem gebrauchten Boot denselben Fehler und holen sich lediglich einen groben optischen Eindruck, da sie mit potenziellen Fehlerquellen nicht vertraut sind. Als erstes empfiehlt es sich, dass Sie sich die Elektronik genau anschauen. Achten Sie dabei darauf, ob alle Positionslampen funktionieren und auch sonstige Elektronik angeschlossen und betriebsbereit ist. Darüber hinaus ist ein Blick auf die Lenkung unabdingbar. Schauen Sie sich die Drahtseile an, die die Verbindung zwischen Lenkung und Motor darstellen. Nicht selten sind diese durch Feuchtigkeit stark angegriffen und von Rost befallen. Zwar lassen sie sich problemlos austauschen, allerdings sollten mangelhafte Drahtseile vor der ersten Fahrt in jedem Fall ersetzt werden.

Andernfalls besteht zu jeder Zeit die Gefahr, dass eines der Drahtseile reißt und Sie auf dem offenen Gewässer manövrierunfähig sind. Viele Motorboote besitzen ein Bimini-Top, dass als Sonnenverdeck fungiert und je nach Bedarf ein- oder ausgeklappt werden kann. Da auch hier die Streben in aller Regel aus Metall bestehen, sollten Sie das Top ein- und ausklappen, um die Funktionalität zu überprüfen. Achten Sie darüber hinaus auf die Stellen an denen das Verdeck über die Streben geführt wird. An diesen Stellen ist die Beanspruchung des Materials besonders hoch, wodurch häufig Risse entstehen.

Probefahrt als sinnvolle Ergänzung zur Inspektion

Vor der ersten Probefahrt sollte der Sportbootführerschein natürlich schon vorhanden sein, dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst http://motorboot-kaufen.net/sportbootfuehrerschein-binnen

Mit etwas Fachwissen und einer erhöhten Aufmerksamkeit lassen sich viele Schäden zwar optisch feststellen, eine Probefahrt sollte nach Möglichkeiten dennoch gemacht werden. Auf diese Weise erhalten Sie einen Gesamteindruck von dem Boot. Insbesondere der laufende Motor kann sehr aufschlussreich sein. Idealerweise springt der Motor nach der
Zündung sofort an. Auch wenn er leicht zögernd startet, ist dies noch kein Problem. Achten Sie beim Start darüber hinaus auf weitere Aspekte.

Ein gut laufender Motor gibt beim Start nur wenig Rauch von sich, während parallel dazu nur wenig bis gar keine Vibrationen zu spüren sind. Das Kühlwasser sollte dabei in einem gleichmäßigen Rhythmus abgegeben werden.

Nach dem Kauf ist vor der Fahrt

Sicherlich brennt es jedem Bootsbesitzer unter den Nägeln, wenn es darum geht, das neue Motorboot endlich ins Wasser zu lassen. Bevor dies geschieht, sollten Sie jedoch einige kleine Arbeiten vornehmen, um auch langfristigen Spaß am erworbenen Wasserfahrzeug zu haben. Um den Rumpf vor den äußeren Einflüssen zu schützen, denen er während der Saison ausgesetzt ist, ist ein Antifoulinganstrich unumgänglich.

Dabei sollten Sie sich in erster Linie nach den Angaben
des Herstellers richten. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Anstriche teils nur für eine Saison Bestand haben, während andere Antifoulingmittel einen Schutz über mehrere Jahre bieten.


Viele Boote verbrauchen während der Fahrt unnötig viel Sprit, da der Motor falsch getrimmt ist. Dabei ist es wichtig, dass das Gewicht des Motors zum Bootscheck passt und eine dem Boot entsprechende Leistungsstärke aufweist. Weiterhin kann es lohnenswert sein, unterschiedliche Propellertypen zu testen, die die benötige Drehzahl erreichen, um effizient zu arbeiten. Wer technisch nicht versiert ist, kann sich an dieser Stelle Hilfe beim Fachhändler holen und Motor sowie Propeller aufeinander abstimmen lassen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage, „welches Motorboot passt zu mir“, beantworten und Licht ins dunkle zu bringen.

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Möchtest Du doch erst mal klein mit einem Schlauchboot anfangen? Hier weiterlesen.

Links zum Gebrauchtboots -Markt

https://www.boat24.com/de/

https://www.de.best-boats24.net

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Hast Du schon mal was von einem Hausboot gehört? Siehe meinen Artikel dazu http://motorboot-kaufen.net/hausboot-kaufen/

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